Knoblauchverarbeiter – Die 5 Grundtypen

Spaghetti aglio e olio, Aioli, Knoblauchbrote, zu Fisch, Fleisch oder eingelegt. Ohne Knoblauch wäre die Küche um eine wichtige und stets „prägende“ Komponente ärmer. Euer Gastro Guerilla Zeugwart hat heute für euch 5 Typen von Knoblauchverarbeitern identifiziert, ihre Gerätschaften begutachtet und passende Gerichte zu jedem Typen gefunden. Typ 1, der Knoblauch-Ablehner aus ästhetischen Gründen, wird  hier nicht näher beschrieben, da wir dieser nahezu unverstandenen Spezies keine Plattform bieten wollen.

Typ 2: Der Grobmotoriker

Große Messer und große Knoblauchstücke bekommt ihr vom Grobmotoriker

Er verfügt meist über ein großes bis überdimensioniertes Messer und versucht mit wippenden Bewegungen der Zehe beizukommen. Ziel hierbei ist wohl die Vermeidung eines direkten Hautkontaktes mit den Säften der Knoblauchzehe. Dieser werden zwar gesundheitsfördernde Wirkungen nachgesagt, doch ist ihr penetranter Geruch eine wenig geschätzte Eigenschaft der weißen Knolle. Gelingt es dem Grobmotoriker Gerüche zu vermeiden, so gelingt es ihm nicht ein gleichmäßiges Schnittmuster zu erzeugen. Ein partielles Mus mit groben Stücken eignet sich noch am besten zu den Spaghetti aglio e olio.

Typ 3: Der Feinmotoriker

Der Feinmotoriker

Ein scharfes Messer, Fingerspitzengefühl und die richtige Schneidetechnik sind alles was der Feinmotoriker benötigt um eine Knoblauchzehe in ein filigranes Kunstwerk zu zerlegen. Mikroskopisch kleine, aber völlig intakte Stücke von nahezu identischer Größe sind ein idealer Ausgangspunkt den Knoblauch z. B. gewagt im Salatdressing zu verwenden. Auch für die cremige Aioli und Tsatsiki ist ein feiner Schnitt nicht nachteilig.

Typ 4: Der Presser

Der Presser, qualvolles Ende einer Knoblauchzehe

Ihm fehlt zwar jeglicher Sinn für die optische Ästhetik, aber versteht er es alles aus dem Knoblauch herauszuholen. Jedwede Struktur der Zehe wird geopfert, um all die inneren Werte der aromatischen Knolle mit geringem Zeitaufwand nach außen zu befördern. Diese Methode ist natürlich ebenfalls ideal für alle kalten Gerichte und Marinaden. Ein abschließender Kick kann damit auch jedem warmen Essen verliehen werden. Vom längeren Anbraten wird jedoch dringend abgeraten. Bitterstoffe und auch ein schneller Aromaverlust sind die Geisel der Knoblauchpresser.

Typ 5: Der Techniker

Der Techniker verwendet den Genius Knoblauchschneider

Die in technisches Küchengerät vernarrten, greifen zu ganz anderen Mitteln um ihren Knoblauch auf die richtige Größe zu bringen. Sie vermeiden Hautkontakt, schneiden die Zehen, haben wenig Zeitaufwand und erhalten zudem dass wohl gleichmäßigste Schnittbild. Das Vorführgerät der Firma „Genius“ drückt die Zehe hierbei durch ein Metallgitter, an dessen Ende ein rotierendes Messer einheitliche Würfel abschneidet. Die besagten Würfel reichen aber nicht an die Feinheit der von Hand geschnittenen Stücke heran. Trotzdem sind sie vielseitig einsetzbar und hübsch anzusehen. Ein schwerwiegendes Manko in meinen Augen ist die Reinigung, die den Aufwand der Messerreinigung um ein Vielfaches übersteigt.

Übersicht alles vorgestellter Typen

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