Zu Besuch bei: Die Rote Bar Nürnberg

die rote barIn dieser neuen Kategorie werden wir euch von kulinarischen Besuchen berichten, die zwar nicht in Karlsruhe stattgefunden haben, dafür allerdings so beeindruckend, scheußlich oder speziell waren, dass wir sie euch einfach nicht vorenthalten können.
Vor einiger Zeit war ich aufgrund eines Caterings in Nürnberg. Nach dem Einsatz mussten wir beide Barmänner noch mindestens eine Bar besuchen. Man will ja sehen, was die Jungs und Mädels in anderen Städten machen. So der Plan. Unsere Wahl fiel auf „Die Rote Bar“. Eine Cocktailbar mit gutem Ruf, die man auch außerhalb Frankens kennt. Außerdem ist die Rote Bar Teil der Barkommune Nürnberg, ein loses Netzwerk mehrer Bars, die Tastings und Workshops organisieren und auf gutem Niveau arbeiten.

Kurz nach 2, also eine knappe Stunde vor Ende der Öffnungszeiten marschieren wir ein. Die Bar macht einen urigen Eindruck. Junges, entspanntes Publikum mit großem Durst passieren wir, während wir uns durch verzweigte dunkle Gänge den Weg zur Bar suchen. Das Schild am Eingang: „Nix für Spieser!“ ist hier scheinbar Programm. Nach kurzer Zeit erreichen wir einen etwas größeren Raum mit ein paar Tischen und der Bar. Wir setzten uns direkt vor die Mixstation um einen guten Überblick über das Angebot zu bekommen. Circa 15 weitere Gäste befinden sich mit uns im Raum, die meißten schon etwas mitgenommen, ob der anscheinend anstregenden Nacht, die zumindest zum Teil schon hinter ihnen liegt. Hier wird nicht nur einfach getrunken, nein, es wird gefeiert, obwohl mehrere Nischen etwas ruhiger aussehen. Es scheint hier jeder zu bekommen, was er braucht. Die Musik ist jung, aber nicht elektronisch. Eher jazzig mit etwas Rock. Zumindest an diesem Abend. Aufgrund unserer Bestellungen ( ja, auch hier hört man nicht so oft New York Sour Bestellungen mit Brand Call für den Bourbon) werden wir als Barmänner erkannt. Man kommt ins Gespräch. Die Jungs sind sympathisch und verstehen was von ihrem Handwerk, ohne es an die große Fahne zu hängen. Die Backbar gibt einiges her und die Karte ist modern, ohne zu nerdig zu werden, weitere Bestellungen werden souverän gemeistert. Der Abend wird länger und länger. Kurzfristig werden wir zur Afterhour eingeladen. Netter Zug. Doch leider vergebens, dafür war der Tag dann doch zu lang. Zufrieden fallen wir ins Bett. Und kommen sicherlich wieder.

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