„Brot wird nicht weggeworfen!“

Alte Brotreste

Alte Brotreste

Es ist geschichtlich bedingt, dass noch bei der Generation der jetzigen Eltern und Großeltern das Wegwerfen von Brot mit einer beachtlichen Hemmschwelle belegt ist. Besonders in Deutschland gibt es eine breite Brotkultur und früher in Notzeiten, als auch heute ist das Brot als grundlegendes Nahrungsmittel nicht wegzudenken. Auch wenn das Brot heutzutage meist nicht mehr von einem standesgemäßen Bäcker kommt und einiges an Inhaltsstoffe aufweist um es länger haltbar zu machen, kommt es vor, das Brot oder auch Brötchen hart und augenscheinlich ungenießbar werden (wenn es nicht vorher in der luftdichten Plastiktüte verschimmelt – Brotkasten for the win!). In dieser Kultur des Überflusses werden die Backwaren gerne direkt weggeworfen. Wir haben einige Anregungen für euch um das Brot noch in euren Magen hinüber zu retten. Spart definitiv Geld und schlechtes Gewissen.

Altes Brot ist nicht hart, aber kein Brot, das ist hart.

 Paniermehl

Aus harten Weißbroten (im Notfall auch andere Brote) lässt sich mit einer Reibe ganz einfach Paniermehl herstellen. Dieses kann für panierte Schnitzel oder andere Bratgerichte verwendet werden. Auch für die Bindung in Knödeln oder Frikadellen dienlich.

Chässuppe

Die Schweizer haben auch ihre traditionellen Gerichte zur Verwertung von Brotreste. So auch die Chässuppe (Käsesuppe) für die in jedem Kanton variierende Rezepte existieren. So z.B. Luzerner Chässuppe nach Baslerart.

Vogelheu

Nochmals ein schweizerisches Brotgericht, jedoch eine süße Variante der Verwertung. Das Vogelheu sind in Butter geröstete Brot- und Apfelstücke, die mit einer Mischung aus Milch, Ei, Zucker und Zimt übergossen und langsam gestockt werden. Auch eine herzhafte Zubereitung ist möglich.

Brotsuppe

Ein einfache Brotsuppe bestehend aus alten Brotstücken in einer Fleischbrühe und je nach Gusto kombiniert mit Speck, Zwiebeln, Kräutern, Ei oder auch Leber- und Blutwurst.

Semmelknödel

Da für diese Beilage ein Einweichen der Semmel in Milch erforderlich ist, eignet es sich auch hervorragend für trockenes, altes Brot. Eine Spezialität unserer regionalen Küche, die zu Braten, Beuschel oder rahmlastigen Gerichten gereicht wird.

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