Oishii, Karslruhe

oishiiDas vorerst letzte Sushirestaurant mit All u can Eat Angebot, welches noch auf unserer To Do Liste stand. Ob das beste, wie oft angenommen, immer zum Schluss kommt oder das Oishii wie viele seiner Konkurrenten (Seng, Asia Dynstay) letztlich nicht zufriedenstellend ist, erfahrt ihr in dieser Restaurantkritik. Vorab noch die Wertungen andere Portale.

Gastro Guerilla: 7 / 10 Punkten
Google: 4 / 5 Sternen
Restaurantkritik.de: 4 / 5 Sternen
yelp: 4 / 5 Sternen

Ambiente & Sauberkeit

Das Restaurant macht auf den ersten Blick einen sehr gemütlichen, sauberen und aufgeräumten Eindruck. Zudem wird bei Tisch schön eingedeckt und die Besonderheit des Oishii wird erstmals ersichtlich – für das All u can eat Angebot steht pro Tisch ein Tablet eines namhaften Herstellers aus den USA bereit, um dort die Bestellungen aus der umfangreichen Karte abzugeben. Eine nette Idee, die auch in der Umsetzung keine Probleme bereitet und sogar sehr viel Spaß macht. Als kleiner Kritikpunkt bleibt dann nur ein etwas dreckiger Boden, auf dem viele Bonierungszettel verstreut liegen, dies und die ständig um einen herum wuselnden Servicekräfte mindern etwas das Wohlempfinden im Restaurant. [Wertung 6/10]

Service

Das erste Opfer des Systems im Restaurant ist leider der Service. Unpersönlich und unterkühlt ist der Kontakt mit dem Gast. Es scheint einfach schwer zu fallen, ständig viele kleine Teller aus der Küche zu holen, sie anhand ihrer Bonierung zeitnah an den richtigen Tisch zu bringen und gleichzeitig dem Gast gegenüber immer freundlich und zuvorkommend zu sein. So laufen viele der Servicekräfte ständig mit einem auf ihr Bedientablett gesenktem Blick durch Restaurant, stellen teilnahmslos Teller auf Tische und schlendern weiter zwischen den Tischen hindurch. [Wertung 6/10]

Tablet kills the Tablettstar

Essen

Der wie immer wichtigste Punkt unserer Wertung: Vorweg, hier liegt ganz klar die Stärke des Oishii im Vergleich mit der All u can Eat Konkurenz. Es bietet eine sehr umfangreiche Sushiauswahl, ergänzt mit einer ebenso großen Karte mit warmen Speisen, Salaten und auch Desserts. Während es in alle Läden bisher nur die Standardmaki und -Nigiri gab, ist die Auswahl hier stark erweitert.  Gemeint ist eine erhöhte Auswahl an Sushizutaten, aber auch Sushitypen, die sonst nirgendwo mit angeboten werden. So bekamen wir Sashimi, Temaki oder Gunkan Maki (Schlachtschiff Maki), die auch mal mit Jakobsmuschel oder einem Berg Lachsrogen gefüllt sind. Wenn ich nun noch warme Speisen ergänze, wie Thun- oder Schwertfischsteaks, oder Rinderfilet und sage, dass das Meiste sehr gut geschmeckt hat, haben wir auch schon eine Rechtfertigung für den etwas höheren Preis im Vergleich zur Konkurrenz. Mein persönliches Highlight war das lauwarme Lachs Tataki auf Salatunterlage, wohingegen die gebackene Ente nicht überzeugen konnte. [Wertung 8/10]

Preis/Leistung

Zum abendlichen Dinner, wo die komplette Karte zugänglich ist (Mittagsmenu abgespeckt) sind Montag bis Donnerstag 22,90€ und Freitag bis Sonntag 24,90€ zu entrichten. Getränke kommen noch hinzu. Verglichen mit den Preisen für Einzelsushi und den All U Can Eat Preisen der Karlsruher Konkurrenz, bekommen wir im Oishii wirklich bessere Qualität und Auswahl, für eben etwas mehr Geld. Ich empfehle das Oishii für einen langen gemütlichen Abend mit Freunden, bei dem sich langsam häppchenweise sättigt ohne noch einmal ans gute Geld denken zu müssen – Schlemmen, Quatschen, Spaß haben!

Gesamtwertung: 7/10

Preiskategorie: €€
Preis-Leistung: 8/10

Erklärung zur Preiskategorie:
€ = Einfache Küche (Imbiss, Schnellrestaurant, schlichte Restaurants zur Nahrungsaufnahme)
€€ = gehobene Küche (gehobenere, gutbürgerliche Küche, Spezialitätenrestaurants, zum Verweilen)
€€€ = Gourmetküche (die Spitzenklasse, haute cuisine, höchste Erwartungen an Speisen, Getränke, Service und Ambiente)

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