Pintxos, Karlsruhe

Tapas und Pinchos in Bar in Barcelona

So können Pintxos/Pinchos aussehen (hier: Tapasbar, Barcelona)

Wahrscheinlich wäre ich aus Eigenantrieb nie im Pintxos (Waldstraße 30) gelandet. Der Reiz ein neues (wenn auch noch wenig verbreitetes) Franchise-Restaurant in der Innenstadt zu besuchen um ein gemütliches und ausgiebiges Abendessen zu genießen, geht bei mir gegen Null. Aber gerne lässt man sich doch von Freunden mal zu einem Abenteuer entführen. Der Name Pintxos spiegelt hierbei das innovative Element des Restaurants wieder. Pintxos bedeutet wohl soviel wie Spießchen und eben diese sammelten wir beim Verzehr von aufgespießten, kleinen ‚Sandwiches‘. Diese wurden entweder warm an den Tisch gebracht oder kalt aus einer Theke geangelt. Für alle die nicht weiterlesen möchten, hier vorab wie immer die Wertungsübersicht von Gastro Guerilla, Restaurantkritik.de und Co.

Gastro Guerilla: 5 / 10 Punkten
Google: kA / 5 Sternen
Restaurantkritik.de: 4 / 5 Sternen (trotz eher schlechter Wertungstexte)
yelp: 3,5 / 5 Sternen

Ambiente

Dominiert von hellen Brauntönen zeigt sich das Pintxos mediteran. An den Wänden hängen Schinken und spanische Zeitungsartikel. Viele Speisen kommen in den typischen flachen, braunen Kermamikschüsselchen. Insgesamt ist die Einrichtung sehr modern gehalten, so auch die Bekleidung der Servicekräfte. Einfaches T-Shirt, kein chick, keine Traditin , keine Eleganz. Für Gespräche bei Tisch ist leider die Musik im Restaurant zu laut. [Wertung 6/10]

Service

Das junge, studentische und wahrscheinlich ungeschulte Servicepersonal war sehr nett und freundlich. Auf meine Beanstandung der Oliven wollten Sie mir andere bringen, auch wenn sie wohl nicht recht verstanden hatten, was ich bestellt hatte und wo mein Problem lag (siehe Essen). Also solide, befriedigende Serviceleistung. [Wertung 6/10]

Essen

Ich bestellte mehrere kleine Gerichte um mir ein breites Bild zu verschaffen. Ganz einfache Dinge wie ein Brot mit Tomate, Oliven mit Anchovis und Champignons in Knoblauch gebraten. Meine Begleiter wählten unter anderem noch Chorizo in Rotwein und Kalbskaree.

Von meinen drei Gerichten waren nur die Champignons gut, was ich auch nicht als Kunst bezeichnen würde. Die Oliven mit Achovis waren letztlich diese Art von spanischen Mixed Pickels mit Silberzwiebeln und kleinen Gürckchen. Alles sauer eingelegt und ohne Anchovisfüllung. Dafür war der Fisch wohl mit in der sauren Brühe geschwommen. Es schmeckte absolut widerlich fischig-sauer. Ich lasse selten etwas stehen und zurückgehen, aber diese Oliven haben mir den Rest gegeben. Aus dem Brot mit Tomaten hätte man mehr herausholen können. Etwas Kräuter oder Olivenöl oder auch nur kleine Fleur de Sel Salzflöckchen. So gab es nur ein Brot mit Tomatenmatsche on top. Die Chorizo in Rotwein war gut, wenn gleich ich Minichorizo nicht so ansprechend finde wie Stücke einer großen Wurst. Hatte was von Mini Wini Party. Zu den Kalbskarees gibt es nichts Negatives, aber auch keine euphorischen Jubelrufe. Man nehme einige Bratkartoffeln und lege eine Reihe Scheiben, ähnlich umgefallenen Dominosteinen, auf den Teller. Darauf vollführe man das gleiche mit drei Lammkarees und vollende den länglichen Turm mit einem Zweig Rosmarin. Daneben gab es Soße zu deren Geschmack ich leider nichts sagen kann. [Wertung 3/10]

Gesamtwertung: 5/10

Preiskategorie: €€
Preis-Leistung: 4/10

Erklärung zur Preiskategorie:
€ = Einfache Küche (Imbiss, Schnellrestaurant, schlichte Restaurants zur Nahrungsaufnahme)
€€ = gehobene Küche (gehobenere, gutbürgerliche Küche, Spezialitätenrestaurants, zum Verweilen)
€€€ = Gourmetküche (die Spitzenklasse, haute cuisine, höchste Erwartungen an Speisen, Getränke, Service und Ambiente)

Advertisements