My Heart Beats Vegan, Karlsruhe

Vegane Restaurants sind im Moment ziemlich hip.

Sie transportieren eine Lebenskultur in den öffentlichen Raum und schaffen einen gesellschaftlichen Rahmen, der geprägt ist von pflanzlichen Produkten, Nachhaltigkeit und vermindertem Leid für Tiere. Während in Berlin mittlerweile kein Veganer mehr lange hungern muss auf einer Tour durch die Stadt, bleibt die Zahl an rein veganen Restaurants oder Cafés in Karlsruhe sehr überschaubar.

Bisher fand sich nur das vegetarische Selbstbedienungsrestaurant Viva. Vegane Gerichte bieten mittlerweile auch andere Restaurants an, doch befriedigend ist dies nur selten für reine Veganer. Das vegane Speisenangebot lässt meist wenig Wahl, die Köche sind im Umgang mit den Ausgangsprodukten unerfahren und stets bleibt auch die Ungewissheit: Lag mein gegrillter Champignon neben dem saftigen Rindersteak auf dem Grill? Umso erfreulicher, dass sich in Karlsruhe in dieser Hinsicht wieder etwas getan hat!

Mit der Neueröffnung des My Heart Beats Vegan im Juli bekommt die vegane Szene in Karlsruhe nun einen ersten Treffpunkt; und auch für Nicht-Veganer sind solche Lokalitäten sicherlich einen Besuch wert! Durchgestartet sind die jungen Betreiber zunächst mit einem mobilen Foodtrailer, dessen Erfolg sie nun auf ihr Restaurant übertragen wollen. In der geräumigen Lokalität mit Innenhof und zwei Innenräumen, stehen neben Pasta und Salaten vor allem Burgervariationen im Mittelpunkt der Karte.

In den krossen Saatenbrötchen werden frische und schmackhafte Burger wie der Kreta Deluxe (Crispy Sojapatty, Gemüse, Tzatziki) oder der Bangkok Delight (Portobello-Champignon, Koriander, Sweet Chilli Sauce) serviert. Generell wird auf der eher klein gehaltenen Karte das volle Repertoire der veganen Küche mit viel Gemüse sowie allen Spielarten von Soja und Kichererbse aufgefahren. Eine Wochenkarte oder wechselnde saisonalen Gerichte würden die Auswahl sicherlich noch sinnvoll ergänzen. Mit einer hausgemachten Zitronenlimo in der Hand und zu fast studentischen Preisen ist man hier trotzdem gut versorgt.

 

Dieser Beitrag ist in der Septemberausgabe des INKA Stadtmagazins erschienen.

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